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	<title>Kommentare zu: Tierschutzprozess 4. Tag</title>
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	<description>§278a macht langen Prozess</description>
	<lastBuildDate>Tue, 17 May 2011 08:58:18 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: der ungläubig den Kopf schüttelt</title>
		<link>http://tierschutzprozess.at/tierschutzprozess-4-tag/comment-page-1/#comment-223</link>
		<dc:creator>der ungläubig den Kopf schüttelt</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 03:07:15 +0000</pubDate>
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		<description>Operation Spring 2.0</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Operation Spring 2.0</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: bärny</title>
		<link>http://tierschutzprozess.at/tierschutzprozess-4-tag/comment-page-1/#comment-119</link>
		<dc:creator>bärny</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 19:42:33 +0000</pubDate>
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		<description>bin ich blöde oder was ?


&quot;Dabei soll DDr. Balluch gesagt haben, er hätte mit Keith Mann nicht diskutieren können, weil dieser zu radikale Thesen vertrete und Straftaten für den Tierschutz in ihrer Bedeutung bzgl. erreichten Tierschutzzielen überbewerte.&quot;

wiebitte, inwiefern ist einem menschen vorzuwerfen daß er mit einem radikalen nichts zu tun haben will ?

warum &quot;BELASTET&quot; das balluch ?
es &quot;ENTLASTET&quot; ihn.

gelten die gesetze der logik vor gericht nicht ?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>bin ich blöde oder was ?</p>
<p>&#8220;Dabei soll DDr. Balluch gesagt haben, er hätte mit Keith Mann nicht diskutieren können, weil dieser zu radikale Thesen vertrete und Straftaten für den Tierschutz in ihrer Bedeutung bzgl. erreichten Tierschutzzielen überbewerte.&#8221;</p>
<p>wiebitte, inwiefern ist einem menschen vorzuwerfen daß er mit einem radikalen nichts zu tun haben will ?</p>
<p>warum &#8220;BELASTET&#8221; das balluch ?<br />
es &#8220;ENTLASTET&#8221; ihn.</p>
<p>gelten die gesetze der logik vor gericht nicht ?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Parzival</title>
		<link>http://tierschutzprozess.at/tierschutzprozess-4-tag/comment-page-1/#comment-71</link>
		<dc:creator>Parzival</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 19:26:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tierschutzprozess.at/?p=145#comment-71</guid>
		<description>Vielen Dank an Daniel Kirchmaier und Werner Graf für die eingehende Berichterstattung. So wird dieser Prozess für uns alle erfahrbar und wir erleben hautnah diesen &quot;rechtsstaatlichen Wahnsinn&quot; (MMag. Dr. Michael Dohr). Vgl. dazu http://vgt.at/presse/news/2010/LageDerNation.pdf. Die Geschichte wird zeigen, wer in der modrigen Dunkelkammer historischer Fußnoten verschwindet und wer zukünftigen Generationen ein leuchtendes Vorbild sein wird. Ich verneige mich tief vor DDr. Martin Balluch!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank an Daniel Kirchmaier und Werner Graf für die eingehende Berichterstattung. So wird dieser Prozess für uns alle erfahrbar und wir erleben hautnah diesen &#8220;rechtsstaatlichen Wahnsinn&#8221; (MMag. Dr. Michael Dohr). Vgl. dazu <a href="http://vgt.at/presse/news/2010/LageDerNation.pdf" rel="nofollow">http://vgt.at/presse/news/2010/LageDerNation.pdf</a>. Die Geschichte wird zeigen, wer in der modrigen Dunkelkammer historischer Fußnoten verschwindet und wer zukünftigen Generationen ein leuchtendes Vorbild sein wird. Ich verneige mich tief vor DDr. Martin Balluch!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Werner Graf</title>
		<link>http://tierschutzprozess.at/tierschutzprozess-4-tag/comment-page-1/#comment-45</link>
		<dc:creator>Werner Graf</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 18:31:57 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tierschutzprozess.at/?p=145#comment-45</guid>
		<description>5. Verhandlungstag, Mi 10. 03 Schwurgerichtssaal Wr. Neustadt.

Eindrücke eines Zuschauers zwischen Verhandlungsbeginn und Mittagspause.

Beginn kurz nach 9h

Nur etwa 20 Besucher beobachten den Prozess und die meisten Zuschauerplätze bleiben also leer. 

Die Beteiligten wirken angespannt , zum Teil sehr nervös und oft wenig professionell. Die Ausnahme ist DDr.Balluch. Nicht nur, dass er alle Fragen über Tierrechtbewegungen und ihre historischen Hintergründe und derzeitigen Aktivitäten beantwortet, als ob er als Sachverständiger vom Gericht dafür bestellt worden wäre  --und tatsächlich wirkt es über weite Strecken so, als wären Richterin und Staatsanwalt mangels eigener Kenntnisse auf diesen Nachhilfeunterricht angewiesen-  verfügt er über ein ausgezeichnetes Gedächtnis und kann so die meisten Fragen, selbst solche die bis zu 20 Jahre alte Mails betreffen, beantworten. Zudem beweist er sich als schneller Denker und ausgezeichneter Kenner aller relevanten Gesetze. Er erkennt die Zielrichtung auch zum Teil scheinbar harmloser Fragen und antwortet juristisch lupenrein. 

Dagegen wirken fast alle anderen überfordert:
Die Richterin 
stellt Fragen, die in keinem Zusammenhang mit DDr.Balluch und dem VGT stehen, blamiert sich mit stümperhaften Eigenrecherchen und reagiert dann auch noch beleidigt, wie ein Kind, das für etwas vermeintlich Gescheites keine Anerkennung bekommt. Langwierig bereitet sie Fragen vor, zb. zu Mails, die sie vorliest und projizieren lässt, und scheint dann plötzlich wieder das Interesse zu verlieren, wenn DDr. Balluch antwortet. Es ist schwer zu erkennen, was damit bezweckt werden soll. Die meisten dieser Schreiben stammen gar nicht von Herrn DDr. Balluch, die Richterin fragt ihn nur was er davon hält, oder warum er Seiten, über tierrechtsrelevante Ereignisse übersetzt, wo doch da auch von Sachbeschädigungen und strafrechtlich relevanten Aktionen berichtet wird, zum Teil auch über irgendwelche Eta und IRA Anschläge, die mit den Tierschutzbewegung nichts und auch mit der Anklage hier überhaupt nicht zu tun haben.
In der Tonart wechselt sie sprunghaft  zwischen interessiertem Gesprächsstil und unwirsch überzogenem Autoritätsgehabe. Was davon ist inszeniert? 
Oft unterbricht sie Herrn DDr. Balluch an Kernpunkten seiner Aussage, besser gesagt: sie versucht es vergeblich oder sie drängt ihn eine Frage ausschließlich mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten. 
Für Erheiterung sorgen dagegen Ihre Fragen, ob der Angeklagte gegen Tierversuche sei. Oder ob er einmal selbst eine Demonstration angemeldet hätte (die er mit „durchschnittlich 5 täglich“ beantwortet) 

Der Staatsanwalt stellt seine Fragen sachlich aber nicht pointiert, auch nicht emotional engagiert und fragt auch nicht lange nach. Er wirkt nicht sehr sicher und bietet nach seine negativen Erfahrung an einem der früheren Verhandlungstage „Target“ richtig auszusprechen, mehrmals von sich aus an, ihn auszubessern, falls er etwas nicht richtig sagt. 
Im Ton verhält er sich dem Angeklagten gegenüber neutraler als die Richterin.
Unsicher, z.T, planlos wirken die Verteidiger. und insbesondere DDr. Balluchs  Anwalt zerstreut und vergesslich. In einem Prozess der für über 30 Verhandlungstage angesetzt ist und vermutlich wesentlich länger dauern wird, muss er bereits am 4. Verhandlungstag mehrfach daran erinnert werden, dass Themen die er aufbringt, bereits verhandelt wurden. Jedenfalls ist er mit der eigenen Verteidigung und Rechtfertigung seiner Anträge und Wünsche mehr beschäftigt als mit der Verteidigung seines Mandanten. Dem liefern Staatsanwalt und Richterin ungewollt wesentlich bessere Munition, als sein Verteidiger. Dort wo er Fragen an DDr. Balluch stellt, vergeigt er das Herausarbeiten der entlastenden Faktoren. 
Gut für DDr. Balluch, dass er sich selbst ausreichend verteidigen kann. 


Der heutige Verhandlungstag beginnt mit einem neuerlich abgewiesenem Antrag der Verteidigung auf Laptops für die Angeklagten und einer darauf von den Rechtsbeiständen geforderten Besprechungspause mit ihren Mandanten, gefolgt von Anträgen der Verteidiger über Aktenabschriften. Dann setzt die Richterin mit der Einvernahme von Dr. Balluch fort. 

Die Richterin konfrontiert den Angeklagten mit dem Vorwurf, man hätte bei ihm Einbruchswerkzeug gefunden und stellt die Frage, was Eindringen in fremde Bereiche für ihn sei.

Er erklärt, diese Sperrhaken ermöglichten es, ohne Sachschäden anzurichten, hinter versperrte Türen zu gelangen, um Tierleid filmisch zu dokumentieren und das öffentliche Interesse daran rechtfertige diese Vorgangsweise. Im Übrigen wäre es für keine Straftat benutzt worden.

Die bereits wiederholt gestellte Frage, ob er Bekennerschreiben verfasst hätte, beantwortet er auch heute mit „nein“.
Er bestätigt der Richterin aber an „Run ins“ teilgenommen zu haben, aufgefordert dazu hätte er aber nur intern. Dass er damit nur Menschen erreichen würde, die ihm als nicht kriminell bekannt sind, dafür sorge eben die von der Anklage als Indiz für eine kriminellen Vereinigung vorgebrachte Nominierungsliste.

Die Richterin versucht DDr. Balluch mit ALF in Verbindung zu bringen, was dieser bestreitet. Da lässt die Richterin einen riesen Ballon steigen und präsentiert eine Kopie einer Website, die sie nach eigenen Angaben Tags davor selbst im Web gesucht und kopiert habe. Rechts unten, ein Link zu ALF. Und, das ist die Website, triumphiert sie, auf der Herr Dr. Balluch eben zugegeben hat, regelmäßig über österreichische Aktivitäten informiert zu haben. Allerdings schon seit Jahren nicht mehr, entgegnet der Beschuldigte und inzwischen gehört diese Domäne längst wem anderen. Diese Nadel von DDr. Balluch lässt nicht nur den Ballon vor erheitertem Publikum platzen, sondern scheint die Richterin so in ihre enttäuschte Eitelkeit zu pieksen, dass Sie drauf in einen sehr ärgerlichem Tonfall die Verhandlung fortsetzt. 

Die  Fragen von Richterin und Staatsanwalt haben 2 Schwerpunkte:

1.	eine Verbindungen zu ausländischen Vereinen, Kampagnen (wird vom Gericht und der Anklage oft miteinander verwechselt) oder Personen und dem VgT bzw. Herrn DDr. Balluch als Person herzustellen. 
2.	dem VgT eine hohen Organisationsgrad nachzuweisen, mit Herrn DDr, Balluch an der Spitze, der Anweisungen gibt, wie man sich der behördlichen Strafverfolgung entziehen und der die entsprechende Vorgangsweise auch anlassbezogen akkordiert. 

Zu 1 klärt DDr. Balluch auf entsprechende Fragen das Gericht auf, wer oder was Shac, ALF, ARM etc. sind und über deren Zusammenhang, bzw. eben über das Nicht-Zusammenhängen deren Aktivitäten mit denen des VgT. Untermauert wird diese Abgrenzung durch Jahresberichte des VgT, die sein Verteidiger vorlegt und durch Passagen aus einem seiner Bücher.
Zu mehreren Personen, wie etwa dem Gründer von ALF, die DDr. Balluch vorgibt nicht zu kennen oder, die er als flüchtige Bekannte beschreibt, hält ihm der Staatsanwalt vor, sie in verschiedenen Schriftstücken als „Haberer“ oder „alte Freunde“ zu bezeichnen. Dr Balluch verteidigt sich damit, dass es ihr Umgangston wäre, auch Menschen, mit denen man womöglich kein Wort gewechselt, aber die Belastung einer gemeinsamen Aktion erlebt hätte, als „alte Haberer“ zu bezeichnen, bzw. dass es bei einem dieser Schreiben (vor 20 Jahren!) darum ging, sich für eine Club 2 Diskussion interessant genug zu machen um eingeladen zu werden und Gelegenheit zu haben seine Anliegen vorzubringen. Geschickt gibt er so seiner „damaligen Lüge“ eine gesellschaftlich akzeptable Nuance und die Richterin scheitert mit dem „Revancheversuch“ Dr Balluch wenigstens als eitlen Aufschneider zu diskreditieren. 

Um Wahrheit geht es auch im 2 Themenkreis. Neben Anleitungen, wie man verhindern soll erwischt zu werden, hält man ihm auch vor, Zeugen oder Beschuldigte dazu aufzufordern, sich bezüglich ihrer Aussage mit ihm abzusprechen. Weiters weise er darauf hin, dass es gegenüber Gericht und Polizei nicht um Wahrheit sondern um die glaubwürdigere Geschichte ging.
Dr Balluch bestätigt, dass er Teilnehmer an Aktionen rechtlich berate (und kritisierte in dem Zusammenhang das Abhören vertraulicher Kommunikation mit seinen Klienten) und erläutert  -sichtlich zur Verärgerung des Gerichtes, aber logisch schlüssig-  dass eine Wahrheit, der das Gericht keinen Glauben schenkt, der Gerechtigkeit gegenüber einem Unschuldigen weniger diene, als eine glaubhafte Lüge, die seinen Freispruch bewirke.  Selbstverständlich ginge es nie darum, Schuldige dem berechtigten Zugriff der Justiz zu entziehen.


WG</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>5. Verhandlungstag, Mi 10. 03 Schwurgerichtssaal Wr. Neustadt.</p>
<p>Eindrücke eines Zuschauers zwischen Verhandlungsbeginn und Mittagspause.</p>
<p>Beginn kurz nach 9h</p>
<p>Nur etwa 20 Besucher beobachten den Prozess und die meisten Zuschauerplätze bleiben also leer. </p>
<p>Die Beteiligten wirken angespannt , zum Teil sehr nervös und oft wenig professionell. Die Ausnahme ist DDr.Balluch. Nicht nur, dass er alle Fragen über Tierrechtbewegungen und ihre historischen Hintergründe und derzeitigen Aktivitäten beantwortet, als ob er als Sachverständiger vom Gericht dafür bestellt worden wäre  &#8211;und tatsächlich wirkt es über weite Strecken so, als wären Richterin und Staatsanwalt mangels eigener Kenntnisse auf diesen Nachhilfeunterricht angewiesen-  verfügt er über ein ausgezeichnetes Gedächtnis und kann so die meisten Fragen, selbst solche die bis zu 20 Jahre alte Mails betreffen, beantworten. Zudem beweist er sich als schneller Denker und ausgezeichneter Kenner aller relevanten Gesetze. Er erkennt die Zielrichtung auch zum Teil scheinbar harmloser Fragen und antwortet juristisch lupenrein. </p>
<p>Dagegen wirken fast alle anderen überfordert:<br />
Die Richterin<br />
stellt Fragen, die in keinem Zusammenhang mit DDr.Balluch und dem VGT stehen, blamiert sich mit stümperhaften Eigenrecherchen und reagiert dann auch noch beleidigt, wie ein Kind, das für etwas vermeintlich Gescheites keine Anerkennung bekommt. Langwierig bereitet sie Fragen vor, zb. zu Mails, die sie vorliest und projizieren lässt, und scheint dann plötzlich wieder das Interesse zu verlieren, wenn DDr. Balluch antwortet. Es ist schwer zu erkennen, was damit bezweckt werden soll. Die meisten dieser Schreiben stammen gar nicht von Herrn DDr. Balluch, die Richterin fragt ihn nur was er davon hält, oder warum er Seiten, über tierrechtsrelevante Ereignisse übersetzt, wo doch da auch von Sachbeschädigungen und strafrechtlich relevanten Aktionen berichtet wird, zum Teil auch über irgendwelche Eta und IRA Anschläge, die mit den Tierschutzbewegung nichts und auch mit der Anklage hier überhaupt nicht zu tun haben.<br />
In der Tonart wechselt sie sprunghaft  zwischen interessiertem Gesprächsstil und unwirsch überzogenem Autoritätsgehabe. Was davon ist inszeniert?<br />
Oft unterbricht sie Herrn DDr. Balluch an Kernpunkten seiner Aussage, besser gesagt: sie versucht es vergeblich oder sie drängt ihn eine Frage ausschließlich mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten.<br />
Für Erheiterung sorgen dagegen Ihre Fragen, ob der Angeklagte gegen Tierversuche sei. Oder ob er einmal selbst eine Demonstration angemeldet hätte (die er mit „durchschnittlich 5 täglich“ beantwortet) </p>
<p>Der Staatsanwalt stellt seine Fragen sachlich aber nicht pointiert, auch nicht emotional engagiert und fragt auch nicht lange nach. Er wirkt nicht sehr sicher und bietet nach seine negativen Erfahrung an einem der früheren Verhandlungstage „Target“ richtig auszusprechen, mehrmals von sich aus an, ihn auszubessern, falls er etwas nicht richtig sagt.<br />
Im Ton verhält er sich dem Angeklagten gegenüber neutraler als die Richterin.<br />
Unsicher, z.T, planlos wirken die Verteidiger. und insbesondere DDr. Balluchs  Anwalt zerstreut und vergesslich. In einem Prozess der für über 30 Verhandlungstage angesetzt ist und vermutlich wesentlich länger dauern wird, muss er bereits am 4. Verhandlungstag mehrfach daran erinnert werden, dass Themen die er aufbringt, bereits verhandelt wurden. Jedenfalls ist er mit der eigenen Verteidigung und Rechtfertigung seiner Anträge und Wünsche mehr beschäftigt als mit der Verteidigung seines Mandanten. Dem liefern Staatsanwalt und Richterin ungewollt wesentlich bessere Munition, als sein Verteidiger. Dort wo er Fragen an DDr. Balluch stellt, vergeigt er das Herausarbeiten der entlastenden Faktoren.<br />
Gut für DDr. Balluch, dass er sich selbst ausreichend verteidigen kann. </p>
<p>Der heutige Verhandlungstag beginnt mit einem neuerlich abgewiesenem Antrag der Verteidigung auf Laptops für die Angeklagten und einer darauf von den Rechtsbeiständen geforderten Besprechungspause mit ihren Mandanten, gefolgt von Anträgen der Verteidiger über Aktenabschriften. Dann setzt die Richterin mit der Einvernahme von Dr. Balluch fort. </p>
<p>Die Richterin konfrontiert den Angeklagten mit dem Vorwurf, man hätte bei ihm Einbruchswerkzeug gefunden und stellt die Frage, was Eindringen in fremde Bereiche für ihn sei.</p>
<p>Er erklärt, diese Sperrhaken ermöglichten es, ohne Sachschäden anzurichten, hinter versperrte Türen zu gelangen, um Tierleid filmisch zu dokumentieren und das öffentliche Interesse daran rechtfertige diese Vorgangsweise. Im Übrigen wäre es für keine Straftat benutzt worden.</p>
<p>Die bereits wiederholt gestellte Frage, ob er Bekennerschreiben verfasst hätte, beantwortet er auch heute mit „nein“.<br />
Er bestätigt der Richterin aber an „Run ins“ teilgenommen zu haben, aufgefordert dazu hätte er aber nur intern. Dass er damit nur Menschen erreichen würde, die ihm als nicht kriminell bekannt sind, dafür sorge eben die von der Anklage als Indiz für eine kriminellen Vereinigung vorgebrachte Nominierungsliste.</p>
<p>Die Richterin versucht DDr. Balluch mit ALF in Verbindung zu bringen, was dieser bestreitet. Da lässt die Richterin einen riesen Ballon steigen und präsentiert eine Kopie einer Website, die sie nach eigenen Angaben Tags davor selbst im Web gesucht und kopiert habe. Rechts unten, ein Link zu ALF. Und, das ist die Website, triumphiert sie, auf der Herr Dr. Balluch eben zugegeben hat, regelmäßig über österreichische Aktivitäten informiert zu haben. Allerdings schon seit Jahren nicht mehr, entgegnet der Beschuldigte und inzwischen gehört diese Domäne längst wem anderen. Diese Nadel von DDr. Balluch lässt nicht nur den Ballon vor erheitertem Publikum platzen, sondern scheint die Richterin so in ihre enttäuschte Eitelkeit zu pieksen, dass Sie drauf in einen sehr ärgerlichem Tonfall die Verhandlung fortsetzt. </p>
<p>Die  Fragen von Richterin und Staatsanwalt haben 2 Schwerpunkte:</p>
<p>1.	eine Verbindungen zu ausländischen Vereinen, Kampagnen (wird vom Gericht und der Anklage oft miteinander verwechselt) oder Personen und dem VgT bzw. Herrn DDr. Balluch als Person herzustellen.<br />
2.	dem VgT eine hohen Organisationsgrad nachzuweisen, mit Herrn DDr, Balluch an der Spitze, der Anweisungen gibt, wie man sich der behördlichen Strafverfolgung entziehen und der die entsprechende Vorgangsweise auch anlassbezogen akkordiert. </p>
<p>Zu 1 klärt DDr. Balluch auf entsprechende Fragen das Gericht auf, wer oder was Shac, ALF, ARM etc. sind und über deren Zusammenhang, bzw. eben über das Nicht-Zusammenhängen deren Aktivitäten mit denen des VgT. Untermauert wird diese Abgrenzung durch Jahresberichte des VgT, die sein Verteidiger vorlegt und durch Passagen aus einem seiner Bücher.<br />
Zu mehreren Personen, wie etwa dem Gründer von ALF, die DDr. Balluch vorgibt nicht zu kennen oder, die er als flüchtige Bekannte beschreibt, hält ihm der Staatsanwalt vor, sie in verschiedenen Schriftstücken als „Haberer“ oder „alte Freunde“ zu bezeichnen. Dr Balluch verteidigt sich damit, dass es ihr Umgangston wäre, auch Menschen, mit denen man womöglich kein Wort gewechselt, aber die Belastung einer gemeinsamen Aktion erlebt hätte, als „alte Haberer“ zu bezeichnen, bzw. dass es bei einem dieser Schreiben (vor 20 Jahren!) darum ging, sich für eine Club 2 Diskussion interessant genug zu machen um eingeladen zu werden und Gelegenheit zu haben seine Anliegen vorzubringen. Geschickt gibt er so seiner „damaligen Lüge“ eine gesellschaftlich akzeptable Nuance und die Richterin scheitert mit dem „Revancheversuch“ Dr Balluch wenigstens als eitlen Aufschneider zu diskreditieren. </p>
<p>Um Wahrheit geht es auch im 2 Themenkreis. Neben Anleitungen, wie man verhindern soll erwischt zu werden, hält man ihm auch vor, Zeugen oder Beschuldigte dazu aufzufordern, sich bezüglich ihrer Aussage mit ihm abzusprechen. Weiters weise er darauf hin, dass es gegenüber Gericht und Polizei nicht um Wahrheit sondern um die glaubwürdigere Geschichte ging.<br />
Dr Balluch bestätigt, dass er Teilnehmer an Aktionen rechtlich berate (und kritisierte in dem Zusammenhang das Abhören vertraulicher Kommunikation mit seinen Klienten) und erläutert  -sichtlich zur Verärgerung des Gerichtes, aber logisch schlüssig-  dass eine Wahrheit, der das Gericht keinen Glauben schenkt, der Gerechtigkeit gegenüber einem Unschuldigen weniger diene, als eine glaubhafte Lüge, die seinen Freispruch bewirke.  Selbstverständlich ginge es nie darum, Schuldige dem berechtigten Zugriff der Justiz zu entziehen.</p>
<p>WG</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Prof.Mag.art.Walter Resch</title>
		<link>http://tierschutzprozess.at/tierschutzprozess-4-tag/comment-page-1/#comment-44</link>
		<dc:creator>Prof.Mag.art.Walter Resch</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 15:41:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tierschutzprozess.at/?p=145#comment-44</guid>
		<description>Als 65-jähriger Tiroler Tierrechtsaktivist und neuerlich auch Internet-user
bin ich begeistert, dass ihr die Verhandlungstage für die Nachwelt dokumentiert, ich hab soeben die ersten vier gelesen, danke euch. Ich bin
tief berührt, erschüttert, zornig, wütend und balle die Fäuste gegen diese
infame Vorgangsweise der Justiz gegen Tierschützer! Dass die Interessen
der Industrie und des Kapitals keine Rücksicht und Zeit für Mitgefühl gegenüber Lebewesen wie Mensch oder Tier haben, ist leider inzwischen
Realität geworden, aber dagegen gilt es anzutreten, ihnen die Stirn zu
bieten, egal wie alt oder jung wir sind. Möge die himmelschreiende 
Ungererchtigkeit und das unendliche Tierleid durch diesen sinnlosen
Prozess an Aktualität ungemein gewinnen und so einen neuen Sinn
erhalten, der notwendige Veränderungen einleitet.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Als 65-jähriger Tiroler Tierrechtsaktivist und neuerlich auch Internet-user<br />
bin ich begeistert, dass ihr die Verhandlungstage für die Nachwelt dokumentiert, ich hab soeben die ersten vier gelesen, danke euch. Ich bin<br />
tief berührt, erschüttert, zornig, wütend und balle die Fäuste gegen diese<br />
infame Vorgangsweise der Justiz gegen Tierschützer! Dass die Interessen<br />
der Industrie und des Kapitals keine Rücksicht und Zeit für Mitgefühl gegenüber Lebewesen wie Mensch oder Tier haben, ist leider inzwischen<br />
Realität geworden, aber dagegen gilt es anzutreten, ihnen die Stirn zu<br />
bieten, egal wie alt oder jung wir sind. Möge die himmelschreiende<br />
Ungererchtigkeit und das unendliche Tierleid durch diesen sinnlosen<br />
Prozess an Aktualität ungemein gewinnen und so einen neuen Sinn<br />
erhalten, der notwendige Veränderungen einleitet.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Cord. G. Wells</title>
		<link>http://tierschutzprozess.at/tierschutzprozess-4-tag/comment-page-1/#comment-43</link>
		<dc:creator>Cord. G. Wells</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 08:41:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tierschutzprozess.at/?p=145#comment-43</guid>
		<description>Ganz klar, hier geht es um Meinungen.

Danke für die neutrale und umfängliche Berichterstattung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz klar, hier geht es um Meinungen.</p>
<p>Danke für die neutrale und umfängliche Berichterstattung.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gemeint sind wir alle! - Prozessbericht, 4. Prozesstag, 8. März 2010</title>
		<link>http://tierschutzprozess.at/tierschutzprozess-4-tag/comment-page-1/#comment-42</link>
		<dc:creator>Gemeint sind wir alle! - Prozessbericht, 4. Prozesstag, 8. März 2010</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 22:40:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tierschutzprozess.at/?p=145#comment-42</guid>
		<description>[...] Prozessbericht hier: http://tierschutzprozess.at/tierschutzprozess-4-tag/  10. März [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Prozessbericht hier: <a href="http://tierschutzprozess.at/tierschutzprozess-4-tag/" rel="nofollow">http://tierschutzprozess.at/tierschutzprozess-4-tag/</a>  10. März [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: luise andro</title>
		<link>http://tierschutzprozess.at/tierschutzprozess-4-tag/comment-page-1/#comment-41</link>
		<dc:creator>luise andro</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 20:00:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tierschutzprozess.at/?p=145#comment-41</guid>
		<description>ich war am montag auch beim prozess, um mir das ganze mal anzusehen, ich muss ehrlich sagen, die richterin hat mich des öfteren erstaunt. wenn sie dann plötzlich nicht mehr zuhört, einen ständig unterbricht oder, so bald die verteidigung anfängt, zu sprechen, versucht, sie zum schweigen zu bringen, weil das ,,momentan nicht thema ist&quot;, der staatsanwalt aber sprechen und vorhalten darf, wonach ihm auch immer gerade ist, frage ich mich wirklich, ob sie ihr verhalten nicht selbst unfassbar und das absolute gegenteil von objektiv ist?!
aber wen sie halbwegs alle sinne bei sich hat, MUSS sie meiner meinung nach alle freisprechen, jetzt ist immer mehr klar, dass es absolut nichts außer gesinnung und meinung als vorwurf gibt!

danke euch in jedem fall, dass ihr immer so tolle berichte schreibt, das ist wirklich wirklich super!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich war am montag auch beim prozess, um mir das ganze mal anzusehen, ich muss ehrlich sagen, die richterin hat mich des öfteren erstaunt. wenn sie dann plötzlich nicht mehr zuhört, einen ständig unterbricht oder, so bald die verteidigung anfängt, zu sprechen, versucht, sie zum schweigen zu bringen, weil das ,,momentan nicht thema ist&#8221;, der staatsanwalt aber sprechen und vorhalten darf, wonach ihm auch immer gerade ist, frage ich mich wirklich, ob sie ihr verhalten nicht selbst unfassbar und das absolute gegenteil von objektiv ist?!<br />
aber wen sie halbwegs alle sinne bei sich hat, MUSS sie meiner meinung nach alle freisprechen, jetzt ist immer mehr klar, dass es absolut nichts außer gesinnung und meinung als vorwurf gibt!</p>
<p>danke euch in jedem fall, dass ihr immer so tolle berichte schreibt, das ist wirklich wirklich super!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
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